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Wir haben fertig

Posted on 29 Dezember 2012 by Dr. Volker Steude

WIR haben ein Konzept fertig „Bochum Perspektive 2022“

Wir haben fertig – wäre wohl der bessere und treffendere Spruch.

Konzepte gibt es im rot-grünen Filz in Bochum schon genug. Hier eine Hitliste der lächerlichsten und Filz-Konzepte und absurdesten Filz-Projekte:

scholz-drache1.) Haushaltsicherungskonzept 2.0
2.) Fiffi‘s No-GO-Liste
3.) “Musikzentrum”/Fidelbude
4.) “Platz des Europäischen Versprechens”
5.) “Bochum macht jung”
6.) Atrium Talk
7.) Herausforderung Zukunft
8.) Steiger Award
9.) Jedem Kind ein Instrument (an der Gesamtschule II)

Eigentlich dürfte die Liste im roten Bochumer Filz kein Ende finden.

Definitiv zu Ende ist 2016 die Bochumer Automobilproduktion bei der Pleitemarke OPEL. Tausende verlieren ihre Stelle. Sie haben sich zuvor mit Lohnverzicht und gespielter Zuversicht des Betriebsrates abspeisen lassen. Wie Lämmer, die man zur Schlachtbank führt.

Damit das auch weiterhin so bleibt und die Lämmer vor dem Aus nicht noch auf die Idee kommen, für ihre Rechte auf die Strasse zu gehen und das schlechte Image der Marke noch tiefer sinken zu lassen, werden ihnen Versprechungen gemacht, bei denen sogar beim Weihnachtsmann in großes Gelächter ausbrechen muss:

1.) Ausbau des Logistikzentrums
2.) Komponentenfertigung.

Jüngst hatte man dagegen erst die Schließung der Getriebefertigung bei OPEL in Bochum beschlossen.

Doch der OPEL-Vorstand in Rüsselsheim setzt offensichtlich ganz bewusst auf die Einfalt der Bochumer Belegschaften. Vermutlich lässt er bis 2016 noch ein paar weitere Sonderschichten fahren, weil man in Polen und anderswo nicht wirklich produktiv ist und vor allem schlechte Qualität produziert (aber Hauptsache „für die Hälfte…“). Geiz ist geil oder!?!

Konzepte dagegen hat das Detroiter Management sicher für die Vermarktung der Flächen gemacht. Vermutlich nach der Devise: Altlasten an die Stadt Bochum abgeben und die Filetstücke verhökern. Kaum vorstellbar, dass das OPEL-Management darüber mit der NRW-Landeschuldenmutter Kraft reden will. Hannelore Kraft gab in ihrer grenzenlosen Selbstüberschätzung unlängst von sich: „Der Opel-Vorstand müsse sein Konzept für alternative Entwicklungen zeitnah präzisieren und Gespräche mit allen Beteiligten führen…“

Doch da geht nix mehr.

Nur der Betriebsratsvorsitzender-Darsteller Einenkel wird nach 2016 vielleicht noch ein paar Tretautos für seinen Enkel bauen !?! Die verbliebenen OPELaner haben es verpasst, sich rechtzeitig umzuorientieren. Vermutlich haben sie mehrheitlich Ottie, Fiffi und ihren Filz gewählt und an die dümmlichen Wahlkampfparolen des SPD-Betriebsrats Klaus Hemmerling geglaubt. Sie haben auf einen Teil ihrer Rechte und auf eine gerechte Entlohnung verzichtet und ihre Betriebsräte wurden gleichzeitig zu willfährigen Lakaien des GM-Managements.

Doch wie sagte einst mein alter Rechtsprofessor (ein Bochumer Arbeitsrechtler): Vigilantibus jura, non dormientibus scripta sunt -„Das Recht ist für die Wachen da – nicht für die Schlafenden“.

Während bei den zukünftigen Ex-OPELanern Wut und Enttäuschung vorherrschen, feiern die O BÄH rbürgermeisterin mit SPD-Fiffi und ihrem Gefolge eine Sause nach der anderen. Frei nach dem Motto „Eure Armut kotz mich an“ und wir sind doch hier nicht im „Alten Rom“… – sondern sitzen demnächst in unserem Konzerthaus, während ihr an der Unistraße Hartz IV beantragen könnt. Ganz nüchtern betrachtet – hier hat „unsre“ Ottilie natürlich auch einmal Recht: Im alten Rom mussten Sklaven verkauft werden – man konnte sie gar nicht entlassen.

Ulrich Menne, mein-bochum.de, 28.12.2012

P.S.: Schuld an der OPEL-Krise sind aus Sicht der zukünftigen ExOPELaner natürlich besonders die Autokäufer, die einen japansichen Wagen fahren… Ich bekenne mich natürlich auch schuldig – mein Auto ist allerdings nicht japanisch, hat einen Stern und wurde in Bremen gebaut…

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