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Der Schlüssel zum Erfolg

Posted on 12 Januar 2013 by Dr. Volker Steude

Momentan lautet der Slogan, NRW ist grün und bunt. Die Kinder sind die Zukunft Deutschlands. Dies stimmt sehr nachdenklich. Wie erklärt man den Kindern, dass sie ehrlich und anständig sein sollen, sich auf die Schule konzentrieren, um später ihren eigenen Weg zu gehen?

grafitiImmer mehr Jugendliche sind mittlerweile aus der Bahn geworfen worden. Sie finden sehr schwer den Weg zurück. Wie soll man ihnen erklären, dass der Staat die Gelder streicht und andererseits zum Fenster raus wirft. Gerade dann, wenn mehrere Kinder im Haushalt leben, ist der Ansatzpunkt doch eher der, ihnen Hilfe zu gewähren. Die Eltern sind meist mit allem überfordert. Sie wissen entweder nicht, wer ihnen helfen kann oder schämen sich dessen und leben in einer Art Lethargie.

So verwundert es nicht, dass immer mehr Jugendliche Straftaten begehen und letztendlich ein Fall für das Jugendamt werden. Nun könnte man die ganze Sache verkürzen, sie in den Jugendvollzug übergehen lassen und den Fall zu den Akten legen.

Es geht aber eben auch anders. Viele wohltätige und caritative Einrichtungen haben es sich zur Aufgabe gemacht, eben jene Jugendliche wieder zu integrieren. Ein Projekt dieser Einrichtungen ist es, sogenannte Sprayer von der Straße zu kriegen und ihnen eine Perspektive zu geben. Die meisten Jugendlichen leben nicht mehr in ihren Familien. Sie sind in sogenannten „Wohngruppen“ untergebracht.

Manchmal erfordern besondere Bedürfnisse auch besondere Einfälle. So entstanden sogenannte „Wagenburgen“ bzw. Blockhüttenprojekte. Dort bauen die Jugendlichen sich ihre eigenen vier Wände bzw. die Wagen nach ihren Wünschen und Bedürfnissen aus.

Sie leben zusammen mit anderen Jugendlichen auf einem Gelände. Das Holz für den Ofen muss herangeschafft werden. Ebenfalls müssen sie sich um die Wasservorräte kümmern und die Tiere, die mit ihnen leben versorgen.

Steht ein Geburtstag an, bereiten die Jugendlichen nicht nur ein schönes Essen vor. Sie machen sich auch bewusste Gedanken, womit sie dem zu Beschenkenden eine „wahre“ Freude machen können. So wächst nicht nur der Teamgeist. Sie öffnen sich den Sozialarbeitern wesentlich leichter. Durch den Umgang mit den Tieren lernen sie auch Verantwortung zu tragen und werden kontaktfreudiger.

Genau dies ist das Ziel dieser Projekte. So mancher Sprayer machte den Schulabschluss und besucht nun die Universität im Bereich Grafik und Gestalten. Viele von ihnen fanden ihr Glück bei Malerbetrieben. Einige wurden richtige Künstler. Sie malen heute Portraits, Landschaftsbilder oder sind begnadete Tätowierer.

Daher kann das Ziel nur lauten, mehr Integrität für alle Kinder, egal welcher Nationalität und welcher Herkunft. Was nützt es den Kindern, wenn sie mit Geld überschüttet werden und doch abgeschoben werden; andererseits aber mit Armut groß werden und die Frustration immer größer wird? Genau hier sollten sich die Damen und Herren aus der Politik ein wenig mehr Gedanken machen.

Da werden Millionen an Abfindungen gezahlt, Konzerthäuser gebaut und Schulen und Kitas werden die Mittel gestrichen.

Ist es gerechtfertigt, den Kindern jetzt auch noch die Mittagsverpflegung in den Schulen zu streichen, Mehrlingsgeburten nicht mehr zu unterstützen? Abgesehen davon, dass die U3-Betreuung mehr als minimal ist, wenn doch die Kinder die Zukunft Deutschlands sind?

Andrea Pal

2 Comments For This Post

  1. Hildegard Says:

    Jugendliche brauchen Perspektiven. Die Reduzierung der Zahl von Schul-Abbrechern muss das Ziel der Politik sein und nicht die Reduzierung von Fördermitteln, Kitas etc.
    Die Bundesregierung muss den Ausbau von Kindertagesstätten und Ganztagsschulen verbessern, Kleinst-Kinder, Kinder und Jugendliche fördern wie die eigenen. Der Übergang von der Schule zur Ausbildung muss Erfolg zeigen und nicht den Weg in den sozialen Abstieg.
    Zudem müssen bessere Vorrausetzungen für Berufseinsteiger geschaffen werden. Mit Zeitarbeit, Leiharbeit und Niedriglohn oder Ohne-Ende-Praktika kann niemand seine Existenz sichern. Mit dieser Angst leben viele Jugendliche und hängen irgendwann ab ..

    Interessanter Bericht, Andrea, gefällt mir.

    Lieben Gruß

  2. Klaus-Werner Says:

    Gut gebrülllt hilde

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