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Lieber Schulen statt Konzerthäuser – Ballon-Aktion an der Von-der-Recke-Schule

Posted on 28 Januar 2013 by Dr. Volker Steude

BÄH-Bürger unterstützen den Protest gegen Schulschließungen

Am 28.01.13, um 9:40 Uhr lassen die Schüler der von der Recke Schule aus Protest gegen die Schulschließungen in Bochum gleichzeitig fast 200 Luftballons steigen.

karte wege von-der-reckeTrotzdem die Schülerzahl in Bochum im Bezirk-Mitte, wo die von-der-Recke-Schule liegt, in den nächsten 10 Jahren um 2% steigt, schließt die Stadt in diesem Bezirk diese wichtige Schule. Und das obwohl diese bekannt ist für ihr beispielhaftes und erprobtes Inklusionskonzept.

Statt bisher wenige Minuten laufen die Schüler zukünftig 20 Minuten und mehr zu ihrer Grundschule, die dann weit entfernt liegt (siehe Karte).

Hier will man das Geld auf Kosten der Schüler sparen, das die Stadt für Prestigeobjekte wie „Musikzentrum“ und Jahrhunderthalle ausgeben will, so Gregor Sommer, von den BÄH-Bürgern, die diese Aktion unterstützen. „Den Grundschlülern mutet man jeden Tag weitere Schulwege zu, damit die Konzertbesucher ein paar Mal im Jahr nicht 20 Minuten nach Gelsenkirchen, Essen oder Dortmund zum Konzert fahren müssen. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Bochumer Schüler und deren Eltern.“

Statt dafür Sorge zu tragen, dass die Schüler in den Grundschluklassen mit nicht mehr als 22-24 Kindern sitzen, werden Grundschulen geschlossen, mit dem Ergebnis, dass die Kinder auch weiterhin an vielen Bochumer Schulen mit 28-30 Kindern in den Klassen sitzen.

Die Priorität des Schul- und Kulturdezernenten Townsend zeigt sich hier deutlich. Kultur statt Bildung lautet seine Devise. Während die Ausgaben für Kultur immer weiter steigen, soll der Schuletat bis 2022 um mindestens 10% gekürzt werden.

Wenn eine Stadt, deren Sanierungsbedarf bei Schulgebäuden nach eigenen Schätzungen bei 200 Mio. Euro, de fakto vermutlich noch viel höher liegt, statt diesen unverzüglich zu beheben, den Schuletat sogar kürzt, dann wird deutlich, dass die Politik in Bochum für die folgenden Generationen dieser Stadt nicht viel übrig hat.

P1160922Statt für einen erstklassigen Zustand der Schulgebäude und eine ausgezeichnete Ausstattung der Schulen zu sorgen, werden auf Kosten unserer Kinder und Enkel immer neue Schulden gemacht, um die Prestigeobjekte der Stadtoberen verwirklichen zu können.

Die BÄH-Bürger dieser Stadt quittieren solch unverantwortliches Handeln der Stadtoberen mit einem deutlichen BÄH!.

Die Forderungen der Bürger an die Stadt lauten:

  1. Die Schulen müssen in einen erstklassigen Zustand versetzt und ausgezeichnet ausgestattet werden.
  2. Es darf keine Grundschulklassen mit mehr als 22,5 Kindern (Klassenfrequenzrichtwert, Zielvorgabe des Landes NRW) mehr geben.
  3. Jede weitere Verschuldung der Stadt auf dem Rücken unserer Kinder und Enkelkinder muss unverzüglich gestoppt werden.

Erst wenn diese Ziele erreicht werden, kann über Prestigeobjekte wie „Musikzentrum“ oder Jahrhunderthalle nachgedacht werden. Solange gilt: „Lieber Schulen statt Konzerthäuser“

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