Archive | April, 2013

Antoniusstift: Die Bewohner übergeben eine Petition an die OBin

Posted on 30 April 2013 by Dr. Volker Steude

Im Rahmen des Spatenstichs für das Musikzentrums wollen die Bewohner des Heimes St. Antonisstiftes, das die Stadt gegen den Willen der Bewohner schließen will, OBin Scholz folgende Petition überreichen:

P1170677Liebe Frau Oberbürgermeisterin Scholz,

wir wollen in unserem St. Antoniusstift wohnen bleiben, bis hoffentlich 2015 der Neubau fertig gestellt ist.

Wir wollen nicht in andere Altenheime umgesiedelt werden, deren Brandschutzstandards auch nicht besser sind als die unseres Stifts.

Wir wollen nicht in andere Heime transportiert werden, in denen die medizinische und pflegerische Versorgung insbesondere für unsere demenzkranken Mitbewohner schlechter sind als im Antoniusstift.

Wie alle Menschen haben wir ein Recht auf Selbstbestimmung. Wir wollen an dem Ort wohnen, an dem wir uns am Wohlsten fühlen. Das ist das St. Antoniusstift.

Über 2/3 unserer Mitbewohner sind demenzkrank. Wechselhafte Situationen und Neuerungen belasten Demenzkranke stark, da ihr Kurzzeitgedächtnis nicht mehr dazu in der Lage ist, neue Informationen aufzunehmen. Plötzliche Umstellungen im Tagesablauf, wie Umzüge werden so nicht als Abwechslung, sondern als beängstigende Verunsicherung empfunden, die Sorgen und Ängste bei den Betroffenen verursachen. Änderungen bei den gewohnten Handlungsabläufen führen häufig dazu, dass der/die Kranke die entsprechende Tätigkeit (z.B. Baden, Ankleiden oder eine Mahlzeit) komplett verweigert.* Continue Reading

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Unsere Mitbewohner werden „entführt“!

Posted on 27 April 2013 by Dr. Volker Steude

Ein langjähriger Bewohner wird kaum bekleidet aus dem Antoniusstift geleitet, er weint, verzweifelt klammert sich an die Pfleger und Betreuer des Heimes. Immer wieder bricht es aus ihm heraus „Ich will hier nicht weg.“ So schildern die Mitarbeiter die dramatischen Situationen, die sich aktuell im Stift abspielen.

P1170677Ohne Abschied nehmen zu können, werden demenzkranke, verängstigte Mitbürger aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und in andere Heime transportiert. Die Bewohner selbst sprechen immer wieder davon, dass ihre Mitbewohner „entführt“ werden.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Doch was hier geschieht ist menschenverachtend. Mitarbeiter sind am Ende, die Nerven liegen blank, manche können ihre Tränen kaum unterdrücken. Diejenigen, für die sie sorgen wollen, werden gegen ihren Willen abgeholt und sie können ihnen nicht helfen. Continue Reading

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Ganzes Altenheim soll zur Not zwangsgeräumt werden – OB Scholz tut nichts?

Posted on 25 April 2013 by Dr. Volker Steude

Sozialamtsleiterin Dr. Heide Ott ist zum Äußersten entschlossen. Die Stadt wird die Schließung des Altenheimes St. Antoniusstift an der Humboldtstraße zur Not auch mit staatlichem Zwang durchsetzen: „Es geht nicht mehr weiter“, kündigt sie an (WAZ vom 17.04.13).

ottilieDie 50 Bewohner des Altenheimes sollen jetzt nach dem Willen der Stadt um jeden Preis aus dem Haus raus. Nach einer sozialen Lösung, wie die Bewohner in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, bis das neue Heim fertig gestellt ist, sucht die Stadt nicht. Die Bewohner wollen bleiben, viele würden dafür zur Not auch bis zu einer Zwangsräumung kämpfen.

Bereits im Dezember 2010 hatte das St. Antoniusstift eine Bauvoranfrage bei der Stadt gestellt, im April 2011 dann den Bauantrag. Doch die Mühlen der Verwaltungsbehörden mahlen langsam. Noch immer liegt keine Baugenehmigung für das Gesamtprojekt vor. Immer wieder hatte die Baubehörde neue Einwände gegen die Planungen und hat monatelang gebraucht, bis sie immer neue Anforderungen an den Bauantrag gestellt hat. Aber zumindest hier scheint jetzt eine Lösung absehbar.

Gleichzeitig will man aber dem St. Antoniusstift im ehemaligen Gewerkschaftsgebäude in der Humboldtstraße keinen weiteren Betrieb erlauben. Angeblich bestünden Sicherheitsmängel. Welche konkret, wusste bisher niemand zu sagen. Ein Bescheid liegt bis heute nicht vor. Bei der letzten Brandschutzschau im Dezember 2012 wurden keine Mängel festgestellt.

Für das ursprüngliche, jetzt baufällige, Gebäude des Stiftes, das das Altenheim im Jahre 2008 verlassen hatte, weil es den heutigen Standards nicht mehr entsprochen hat, hatte die Stadt eine Betriebserlaubnis noch bis 2018 eingeräumt. Die Betriebserlaubnis für das Übergangsgebäude an der Humboldtstraße im ehemaligen Gewerkschaftsgebäude, das sich in einem deutlich besseren Zustand befindet als das vormalige Gebäude, soll der Betrieb jetzt aber nur bis Ende Mai 2013 möglich sein. Mehrere Bewohner wurden bereits von der Stadt bzw. ihren Betreuern „umgesiedelt“, sie mussten ihre Einzelzimmer im St. Antoniusstift verlassen und sind dafür jetzt im Glockengarten in Doppelzimmern untergebracht.

Noch ohne dass das Stift offiziell einen Bescheid erhalten hat, dass das Heim nicht weiter betrieben darf, wurde bereits den städtischen Betreuern der Bewohner nahe gelegt, die von ihnen Betreuten in anderen Heimen unterzubringen, da den Bewohnern sonst die Heimkosten nicht mehr bezahlt würde.

Über 2/3-Drittel der Bewohner des St. Antoniusstiftes sind demenzkranke Mitbürger. Für diese ist ein Wechsel ihres Wohnumfeldes und der Betreuungspersonen ein Horror. Viele finden sich in der neuen Umgebung nicht mehr zurecht. Nicht selten kommt es vor, dass sie nach einem Umzug jede Aktivität einstellen und versterben. Für diese Menschen gibt es nichts Wichtigeres, als sie in der bestehenden Gemeinschaft am gewohnten Ort wohnen zu lassen. Welche Sicherheitsmängel rechtfertigen angesichts dieser Situation eine Zwangsräumung?

Vom Medizinischen Dienst wurde das Heim mit der Note 1,3 zertifiziert. Im St. Antoniusstift liegen Duschen und Toiletten auf dem Flur, wie noch in vielen Altenheimen in Bochum, so auch im Glockengarten. Das stört die Bewohner aber nicht. Sie fühlen sich im St. Antoniusstift wohl und wollen wie alte Bäume nicht verpflanzt werden. „Wenn die Bewohner in ihrem Heim wohnen bleiben wollen, dann muss die Stadt alles Menschenmögliche tun, um diesem Wunsch gerecht zu werden“, so Gregor Sommer, Sprecher der bäh-Bürger, der zusammen mit Andreas Sierigk mit dem Bewohnerbeirat, der Mitarbeitervertretung und der Heimleitung gesprochen haben.

Die Bürokratie muss den Bedürfnissen der Menschen dienen, nicht umgekehrt.

„Wir fordern die Oberbürgermeisterin unserer Stadt auf, umgehend das Gespräch mit den Bewohnern des Heimes zu suchen und schnell eine Lösung zu finden, dass unsere Mitbürger, bis das neue Heim steht, an gewohntem Ort stressfrei ihren Ruhestand genießen können,“ so Gregor Sommer weiter.

Die Bewohner haben jetzt die Stadt aufgefordert, ihnen endlich eine Aufstellung zu geben, welche Sicherheitsmängel angeblich bestehen sollen. Erst 2012 hatte die Stadt Verbesserungen bei der Barrierefreiheit eingefordert. Auch diese Auflagen konnten kurzfristig erfüllt werden.

„Wie bei diesem Heim plötzlich Sicherheitsmängel auftreten können, die einen Weiterbetrieb gänzlich unmöglich machen und die es rechtfertigen sollen, alte demenzkranke Menschen in andere deutlich schlechtere Wohnsituationen umzusiedeln bzw. ihnen Umzüge zuzumuten, die viele in ihrem Alter aufgrund ihrer gesundheitlich bedingten Einschränkungen psychisch nicht mehr verkraften können, ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar,“ so Gregor Sommer.

Es war für die Stadt kein Problem die Schüler des Neuen Gymnasiums für über 2 Jahre provisorisch in die PCB verseuchten Räume an der Markstraße umziehen zu lassen bis das neue Gebäude mit 6 Monaten Verzögerung fertig war.

Auch die Fertigstellung des neuen Justizzentrums verzögert sich um Jahre, solange müssen die Justizmitarbeiter in den mit Asbest belasteten Räumen am Husemannplatz aushalten.

Eine akute Gefährdung der Bewohner ist im St. Antoniusstift wohl nicht gegeben. Trotzdem soll ein Betrieb an der Humboldtstraße unmöglich sein.

„Für die Vermutung, dass das St. Antoniusstift geräumt werden soll, damit dort die Verwaltung der BoSy untergebracht werden kann, die im Musikzentrum keinen Platz findet, gibt es nach unseren Erkenntnissen allerdings bisher keine Anhaltspunkte,“ macht Gregor Sommer deutlich.

Die bäh-Bürger (Bochum ändern mit Herz) werden die Bewohner des St. Antoniusstiftes tatkräftig unterstützen, damit so schnell wie möglich ihrem dringlichen Wunsch entsprochen wird, dass sie an der Humboldtstraße so lange wohnen können, bis das neue St. Antoniusstift an der Bessemerstraße fertig gestellt ist.

Frau Scholz, setzen sie sich für Ihre Bürger ein, dafür sind Sie unsere Bürgermeisterin.

Am 26.04.2013 von 15-18 Uhr veranstalten das St. Antoniusstift und seine Bewohner einen Tag der offenen Tür, bei dem sich jeder Bürger selbst ein Bild über die Wohnsituation der Bewohner machen kann. Die Bewohner laden alle Bürger der Stadt ein zu kommen, um sich ggf. auch mit ihrem wichtigen Anliege zu solidarisieren.

BÄH – Bochum ändern mit Herz
BÄH – Bürger auf Facebook

Bildnachweis: Cyzen (Diskussion), Wikipedia

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Kosten für Musikzentrum – Update

Posted on 21 April 2013 by Dr. Volker Steude

Bürgerbegehren „Musikzentrum“ informiert: Nach Angaben des Kulturdezernenten Townsend soll der aktuelle Vorplanungsentwurf nun doch im Kostenrahmen bleiben. Die Umsetzung des ursprünglichen in den Hochglanzbroschüren der Stadt angekündigten und vom Rat abgesegneten Entwurfes hätte zwar Kosten in Höhe von 37,3 Mio. verschlungen. Dieser Entwurf sei jedoch nunmehr bereits so weit abgespeckt worden, dass der Kostenrahmen in Höhe von 33,3 Mio. mit dem jetzt vorliegenden neuen Vorplanungsentwurf gehalten werden könne.

MZ-UpdateOb dies wirklich der Fall ist, kann bezweifelt werden. Denn bis zur Ratsentscheidung am 03.12.12 hieß es auch, der ursprüngliche Entwurf sei im vorgegebenen Kostenrahmen von 33,3 Mio. zu realisieren, dies hätten angeblich zwei externe Kostenkalkulationen ergeben. „Auch konnte der Vortrag des Architekten Kock vor dem Ausschuss für die Eigenbetriebe der Stadt nicht so verstanden werden, dass die dort genannten Abspeckungen zur Folge hätten, dass statt 37,3 jetzt nur noch 33,3 Mio. Baukosten entstehen werden“, so Gregor Sommer, Sprecher des Bürgerbegehrens „Musikzentrums“, der in der Ausschusssitzung ebenfalls anwesend war. „Wir werden sehen, ob Towsend mit dem neuen Entwurf den Kostenrahmen wirklich halten kann, oder ob erneut abgespeckt werden muss.“ Continue Reading

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Kosten für Musikzentrum explodieren wie erwartet: 4. Mio. Mehrkosten

Posted on 19 April 2013 by Dr. Volker Steude

Bürgerbegehren Musikzentrum informiert: Noch ohne dass der erste Spatenstich überhaupt getan wurde, ist jetzt in aller Stille öffentlich gemacht worden, was alle wissen mussten, aber Rat und Verwaltung immer wieder gezielt ignoriert haben: Gemäß der aktuellen Planungen wird das Musikzentrum 4 Mio. Euro teurer als geplant. Im Betriebsausschuss für die Eigenbetriebe berichtete Architekt Kock, dass, wie bereits befürchtet, die Gründung des Baukörpers aufgrund von Hohlräumen im Boden für die Architekten eine besondere technische Herausforderung darstellt.

Konzerthaus_Ansicht1Damit die Kosten nicht vollends aus dem Ruder laufen, wurde der Baukörper auf ganzer Länge um 2,1m in der Breite abgespeckt. Auch die Decken werden niedriger. Seminarräume und ein Education-Center wird es, entgegen aller früheren Beteuerungen und Ausführungen in Hochglanzbroschüren, ebenfalls nicht geben. Die Ausstattung wird billiger. Und doch liegen die geplanten Baukosten jetzt schon bei 37,298 Mio, statt der gedeckelten Obergrenze 33,3 Mio.. Jede Millionen, die das Musikzentrum zu teuer wird, muss die Stadt alleine tragen.

Hinzu kommen nach Auskunft von Chefplaner Allmeroth noch die Kosten für Leitungsverlegungen. Diese werden von den Stadtwerken mit zusätzlichen zehn- bis hunderttausend Euro gesponsert. Weiterhin wurde die Baumfällung nicht etwa dem Projekt Musikzentrum, sondern dem Grünflächenamt in Rechnung gestellt, um auch diese Kosten zu verschleiern. Auch die Tätigkeiten der Feuerwehr, die eigentlich auch gar nicht zum Aufgabenkreis dieser Institution gehören, wurden wohl nicht gegenüber dem Projekt abgerechnet. Continue Reading

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Schluss mit dem Sponsoring bei Sparkasse und Stadtwerken

Posted on 14 April 2013 by Dr. Volker Steude

Ein Unding: Stadtwerke und Sparkasse geben nicht etwa 9,5 Mio. des Geldes ihrer Kunden dafür aus, um eigene Kommunikations- und Marketingziele zu verfolgen, sondern mit dem eigentlichen Ziel, das Image der Stadt Bochum aufzupolieren. So stellt es auch Axel Schäfer, SPD, Bochumer MdB in seiner Mahnung an die Stadtpolitiker im Aufsichtsrat der Stadtwerke dar, das hohe Niveau des Sportsponsorings zu erhalten.

Baeh070Sponsoring, darunter versteht man eigentlich die Förderung von Personen, Organisationen oder Veranstaltungen durch ein kommerziell orientiertes Unternehmen, mit der Erwartung, eine die eigenen Kommunikations- und Marketingziele unterstützende Gegenleistung zu erhalten.

Eigentlich sollte also für Werbemaßnahmen derjenige aufkommen, dessen Image aufpoliert werden soll, somit die Stadt selbst. Daher sollte das Geld für Imagemaßnahmen aus dem städtischen Haushalt selbst kommen und nicht von den städtischen Unternehmenstöchtern. Würde man dieser Logik folgen, würden die von den Bürgern gewählten Vertreter im Rat entscheiden, wie hoch die Ausgaben der Stadt für Imagemaßnahmen sein sollen und welche Projekte oder Organisationen zur Imageförderung sinnvoller Weise unterstützt werden sollen.

Die Stadt Bochum ist Eigentümer von Sparkasse und Stadtwerken, sie könnte sich also die 9,5 Mio. Sponsoringmittel, die beide Unternehmen insgesamt aufwenden, direkt in den städtischen Haushalt überweisen lassen, um dann selbst über die Art und Weise der Verwendung zu entscheiden. Warum tut sie genau das nicht, sondern überlasst die Entscheidung, wie das Image der Stadt Bochum aufpoliert werden soll, städtischen Unternehmen, die sich eigentlich mit Geld, Strom, Wasser und Gas beschäftigen, deren Unternehmensziel aber nicht die Förderung Bochums in anderer Hinsicht ist? Continue Reading

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Blamage für Bochum – Maffay weiß nichts von Pop-Akademie

Posted on 10 April 2013 by Dr. Volker Steude

Groß hatten Eiskirch, Scholz, Townsend und Gorny laut RN und WAZ verkündet, sie stünden in Kontakt mit Maffay und Lindenberg, um diese für die Pop-Akademie zu gewinnen.

Doch die Wahrheit sieht wohl anders aus:

400px-Peter_Maffay„Von der Planung einer Pop-Akademie ist mir bislang nichts bekannt und an mich ist diesbezüglich auch niemand mit einer Anfrage heran getreten. Es erschließt sich daher nicht für mich, warum ich in diesem Zusammenhang genannt werde. Sollte im Zuge einer konkreten Planung unsere Unterstützung gewünscht sein, stehen wir zu einem Gespräch jederzeit gerne zur Verfügung.“ Zitat Peter Maffay, 10.04.2013

In der örtlichen Presse hatte es dagegen geheißen: „Als potentielle Dozenten sind unter anderem Peter Maffay und Udo Lindenberg angefragt worden.“

„Vorgespräche“ habe man mit Peter Maffay und Udo Lindenberg geführt, so Prof. Dieter Gorny, der mit seinem ecce bei der Konzeptentwicklung Impulse gegeben und Kontakte geknüpft hat.“

siehe: RN vom 11.03.13

„Die schillernden Träume von einer Pop-Akademie werfen schon seit 2002 in Nordrhein-Westfalen immer mal wieder Blasen. Nun ist daraus nach langem, zähem Nachdenken (unter anderem mit Udo Lindenberg und Peter Maffay) und Verhandeln ein „Institut für Populäre Musik“ geworden.“

siehe: WAZ vom 12.03.13

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Eine Pop-Akademie ohne Substanz

Posted on 09 April 2013 by Dr. Volker Steude

Mal wieder werden in Bochum tausende Euro in heiße Luft investiert. Für sagenhafte 8 Studenten pro Semester will man mit einer Anschubfinanzierung des Landes NRW von knapp 150.000 Euro eine Pop-Akademie aufbauen. Die Stadt soll über 6 Jahre durch mietfreie Überlassung der Räumlichkeiten nochmals 50.000 jedes Jahr Euro beisteuern, also insgesamt zusätzliche 250 – 300.000 Euro.

400px-Peter_maffay_hamm_2011Wie die Finanzierung des eigentlichen Betriebs der Akademie von Land und Stadt gestemmt werden soll, ist nicht bekannt. Rechnet man das Jahresbudget der Popakademie Mannheim (2.715 Mio. für 250 Studenten) auf die 32 Studenten in Bochum um, wird die Akademie etwa 350.000 Euro pro Jahr verschlingen. Welchen Anteil davon die Stadt tragen soll, darüber schweigt sich der Beschluss des Rates zur Gründung der Akademie jedoch aus. Wie die Folgekosten der Akademie finanziert werden sollen, hat auch leider keiner der Ratsmitglieder nachgefragt.

Zu befürchten ist, dass es so wie in Mannheim laufen wird. Dort betrug der Beitrag der Stadt zur dortigen Pop-Akademie anfangs 300.000, jetzt sind es schon 615.000 Euro pro Jahr. Besteht die Akademie erstmal, wird die weitere Kostenübernahme dadurch gerechtfertigt werden, dass sie zur Existenzsicherung des Projektes alternativlos ist.

Angesichts von mind. 200 Mio. unbewältigtem Sanierungsstau allein bei den städtischen Schulgebäuden stellt also dieses Projekt eine weitere Verhöhnung der 15.000 Schüler dieser Stadt dar, die sich vielfach Tag für Tag mit unzumutbaren Zuständen in den Gebäuden rumplagen müssen. Bei den Schülern dieser Stadt wird Geld gespart, um es u.a. in 32 Pop-Studenten zu investieren. Continue Reading

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