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Wenn man dem Milchmädchen einen guten Rufnamen geben darf, so soll es „Ottilie“ heißen.

Posted on 20 Juni 2013 by Dr. Volker Steude

Wir schreiben das Jahr 2013. Als Winzigklein-Stadt weit der Milchstraße entfernt, urtief im Westen gelegen, wo Milch und Honigwein nur so fließen, verfügt Bochum über ein repräsentatives Gebäude, dem uralten Milchbrauhaus.

milchmädchenAlles Machthaberische geht von hier aus. Von den Bürgern als Meierei verpönt, wird vor Ort der selbstgemachte Käse beständig beschönigt.

Milchmädchenrechnungen und andere Sauermilchprodukte, sprich Sauereien, gehören zur Tagesordnung, zu der man täglich übergeht.

Der Geruch von Harzer, stickig er über der Stadt schwebt, weist auf eine Salzschmelze hin, die nicht mehr aufzuhalten ist. In Abfolge ergießt sich Schmelzkäse in die Ruhr, die als Molke-Reservoir nicht mehr zu verantworten ist.

In Insider-Kreisen spricht man bereits davon, den Hofladen einschließlich Käsekessel und den Honigwein- bzw. Reifekeller dicht zu machen, auch wenn es nach außen ständig heißt: „Alles in Butter“.

Hildegard Grygierek, 06.07.2013

1 Comments For This Post

  1. Karl-Heinz Says:

    Das Beste!!!

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