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Radfahrer sollen aus der Viktoriastraße am Husemannplatz verbannt werden

Posted on 06 August 2013 by Dr. Volker Steude

Der ADFC-Bochum wehrt sich gegen die Pläne der Stadt, dass zukünftig die Viktoriastraße entlang des Gerichtes nicht mehr von Radfahrern befahren werden soll. So sieht es der Konsensplan zur Standortentwicklung Viktoriastraße in Bochum zwischen Husemannplatz und Willy-Brandt-Platz vor. Dieser ist Grundlage des Wettbewerbsverfahren zur Gestaltung des „Stadtquartiers Viktoriastraße. Die fatale Folge dieser Planung wäre, das Radfahrer die Innenstadt nicht mehr in Nord-Süd-Richtung durchqueren könnten.

konsensplanDer ADFC nimmt daher zu den Planungen der Stadt wie folgt Stellung: „In dem … veröffentlichten Konsensplan …  des federführenden Stadtplanungsbüros Pesch Partner ist die Viktoriastraße im Bereich vom Rathaus bis einschließlich Husemannplatz als Fußgängerzone eingezeichnet. Dieses Vorhaben hat der ADFC Bochum bereits im November 2012 in einer Stellungnahme an den Rat sehr deutlich kritisiert. Sollte die Viktoriastraße im Bereich Husemannplatz in eine Fußgängerzone umgewandelt werden, hätte das schwerwiegende Auswirkungen auf das Radverkehrsnetz der Stadt Bochum. Die Nord-Süd-Achse Viktoriastraße / Hans-Böckler-Straße ist neben der Ost-West-Achse Willy-Brandt-Platz / Boulevard die einzige Radverkehrsverbindung innerhalb des Innenrings. Eine Fußgängerzone würde diese unverzichtbare Verbindung unterbrechen und die Erreichbarkeit der Innenstadt für den Radverkehr in Frage stellen. Die Viktoriastraße im Bereich Husemannplatz ist für den Fahrradverkehr alternativlos.

Eine Gestaltung der Viktoriastraße als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich – analog zum Boulevard – wäre dagegen problemlos. Ein „Stadtquartier Viktoriastraße“ sollte gerade für den nichtmotorisierten Verkehr im Umweltverbund ein besonders attraktives Angebot schaffen. Politik und Verwaltung haben auf die Eingabe des ADFC Bochum bis heute nicht reagiert.
Es ist nicht nachvollziehbar, wie sich eine Stadt, die sich in ihren Planungen offensichtlich ungenügend um den Radverkehr kümmert, gleichzeitig eine erfolgversprechende Bewerbung bei der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS) auf den Weg bringen will. Diese Stadt muss sich bewegen – am besten mit dem Rad.“

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