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STADTGESTALTER wollen Filz und Klüngel in Bochum und Wattenscheid beenden

Posted on 05 Februar 2014 by Dr. Volker Steude

Alter Gewerkschaftssaal | Am Donnerstag, 06.02.2014 um 20 Uhr treffen sich im alten Gewerkschaftssaal Ecke Humboldt-/ Maximilian-Kolbe-Straße (Termin auf Facebook) zum 3. Mal die Interessierten für eine neue Bochumer und Wattenscheider Wählergruppe, die parteilose Bürger in den Rat und die Bezirksvertretungen bringen möchte, um die Stadtpolitik mit frischem Wind zu beleben. Auch hat die Gruppe jetzt einen Namen: Die STADTGESTALTER – politisch aber parteilos

StadtgestalterHier der 3. Teil des Interviews mit vier Mitgliedern der Initiative „Bochum und Wattenscheid ändern mit Herz (BoWäH)“, die das Vorhaben auf den Weg gebracht haben.

Den 1. Teil des Interviews lesen Sie hier, den 2. Teil hier.

Wofür soll der Name STADTGESTALTER stehen?

Gregor Sommer: Wir wollen nicht nur die Politik in Bochum und Wattenscheid kritisieren und Forderungen aufstellen, wir möchten auch eigene neue Ideen einbringen und Vorschläge machen, um die Stadt mitzugestalten. Unser Anspruch an die Stadtpolitik ist in dieser Hinsicht besonders hoch.

Wie wollen Sie sich „gestalterisch“ profilieren?

Volker Steude: Beispielhaft kann man die neue Bebauung des Justiz- und Telekom-Blocks betrachten. Da gab es nur die Wahl zwischen zwei Entwürfen. Das erscheint uns für diese wichtige Fläche in der Stadt deutlich zu wenig. Auf den ersten Blick ist der Siegerentwurf auch nicht der ambitionierteste. Das muss man sich aber noch genauer anschauen. Nach unserer Meinung lässt sich aus dieser Fläche deutlich mehr machen. Da muss man mit den Beteiligten reden und versuchen mehr zu erreichen und auch entsprechende Vorschläge machen. Die Ansprüche der Stadt an die Investoren sollten deutlich höher gesteckt werden. Für eine in Bochum einmalige Fläche brauchen wir auch eine herausragende Lösung.

Worauf haben die Bürger ein besonderes Augenmerk?

Helmut Wahl: Die Bürger haben einen höheren Anspruch, an das, was die Stadt leisten soll. Sie finden sich nicht länger mit verwahrlosten Grünflächen, lieblos ausgebesserten Schlaglochpisten und Bürgersteigen ab. Den Kindern wollen sie auch keine Schultoiletten zuzumuten, die zuletzt vor 40 Jahren gebaut oder saniert wurden. Das Ergebnis städtischer Planungen und Maßnahmen lässt häufig zu wünschen übrig, die Kosten sind dagegen nicht selten atemberaubend. Da gibt es eine Menge Verbesserungspotenzial. Konkret gilt es die Organisation der Verwaltung auf den Prüfstand zu stellen. Sie muss sorgfältiger und effektiver arbeiten und schlanker sowie bürgerfreundlicher aufgestellt werden.

Frustrierte Beamte oder Verwaltungsangestellte, die den Bürgern immer nur erklären müssen, warum sich z.B. der Schulhof nicht neu gestalten oder die Turnhalle nicht reparieren lässt, brauchen wir nicht. Wir benötigen engagierte Mitarbeiter, die Lösungen suchen und organisieren und dann das umsetzen, was nötig ist Nur so können wir der fortschreitende Verunstaltung des Stadtbildes entgegenwirken.

Haben Sie schon eine Strategie für den Wahlkampf?

Andreas Sierigk: Dafür ist es noch etwas früh. Aber natürlich haben wir uns auch dazu schon Gedanken gemacht. Auf jeden Fall wollen die Bürger mehr darüber informieren, was, warum in unserer Stadt schief läuft: Überschuldung, Fehlinvestitionen (Stadtbadgalerie, Platz des Europäischen Versprechens, Jahrhunderthallenparkhaus u.a.), Verwahrlosung des Stadtbildes (Stadtteilzentren, Schulen, Grünflächen, Straße u.a.), Showveranstaltungen (Atrium-Talk, Steiger-Award, Pop- und Zukunftsakademie) und statt ernsthaften Zukunftskonzepten, um nur einiges zu nennen. Auch wollen wir den Bürgerinitiativen mehr Gehör verschaffen.

Wollen Sie auch in die Bezirksvertretungen?

Gregor Sommer: Damit wir STADTGESTALTER überall präsent sind und Einfluss nehmen können, möchten wir natürlich auch parteilosen Bürger in die Bezirksvertretungen schicken. Hier werden zwar nicht so wichtige Entscheidungen getroffen wie im Rat, trotzdem ist es wichtig, dass den Bürgern jedes Bezirkes bei den dortigen Angelegenheiten das entsprechende Gehör verschafft wird. Die Bürger, die für uns die Bezirksvertretungen gewählt werden, werden sich als Sprachrohr der Bürger gegenüber den festgefahrenen Parteistrukturen verstehen. Wir wollen dem Filz und Klüngel auf allen politischen Ebenen den Kampf ansagen.

Welche Idee wollen Sie im Wahlkampf den Bürgern vermitteln?

Andreas Sierigk: Mit den STADTGESTALTERN wollen wir den Bürgern eine reale Chance geben etwas zu verändern. Die Bürger sollen im Rat und den Bezirksvertretungen mit am Tisch sitzen, damit die verkrusteten Strukturen dort aufgebrochen werden. Wir fordern die etablierten Parteien heraus. Wir schauen genauer hin und haben höhere Ansprüche an die Ergebnisse der Entscheidungen, insbesondere auch was die Bürgerbeteiligung angeht. Wir hoffen, dass das die Parteien motiviert sich zu erneuern. Vielleicht sind wir dann irgendwann sogar überflüssig.

Wir sind von unserem Vorhaben überzeugt und geben unser bestes und denken, dass das die Bürger das zu honorieren wissen. Jeder parteilose Bürger kann bei den STADTGESTALTERN mitmachen, der Erfolg des Vorhabens liegt letztlich in der Hand all der Bürger, die etwas positiv für die Stadt verändern wollen. Wir haben nichts zu verlieren.

Macht Politik Spaß?

Helmut Wahl: Wer etwas positiv für die Stadt verändern will, der muss sich aufraffen und aktiv werden. Nur kritisieren und fordern bewirkt nichts. Dinge in der Politik anzustoßen, zu bewegen und die Stadt mitzugestalten, das macht schon Spaß. Der Kampf um die besten Lösungen ist zwar anstrengend, die Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner nervenaufreibend und auch die Verantwortung, die man mit seinen Entscheidungen im Rat oder den Bezirksvertretungen auf sich nimmt, kann belasten, aber so funktioniert ein lebendiges Gemeinwesen, in dem sich hoffentlich mit unserem Zutun die besseren und besten Lösungen durchsetzen lassen.

Wie geht es zeitlich weiter?

Volker Steude: Am Donnerstag, den 13.02. gibt es noch eine weitere Veranstaltung für alle Interessierten. Eine Woche drauf beginnen wir dann mit der Kandidatenaufstellung und machen den Weg frei für einen hoffentlich spannenden Wahlkampf.

Die STADTGESTALTER – politisch aber parteilos

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