Archive | Januar, 2015

Entwicklung der Stadtviertel ohne klares Konzept

Posted on 31 Januar 2015 by Dr. Volker Steude

Das Stadtentwicklungsprogramm für Wattenscheid ist einen Schritt weiter. Jetzt liegt ein Gutachten und Handlungskonzept vor, das die Lage aufzeigt und Maßnahmen vorschlägt, wie eine positive Stadtentwicklung wieder in Gang gesetzt werden kann (Gutachten und Handlungskonzept).

Ernüchternder Ist-Zustand

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Die Analyse des Zustandes von Wattenscheid ist ernüchternd. Die Eigentümer investieren nicht mehr in die Wohngebäude, Leerstände in der Innenstadt prägen das Bild. Überdimensionierte Straßen, ungenügender ÖPNV und Radverkehr, fehlende Kultur- und Sozialeinrichtungen und vieles andere werden bemängelt. Alles Dinge, die einem selbst auch auffallen, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht. Das Gutachten zeigt die Mängel auf, die jeder in der Stadt kennt und die nicht nur in Wattenscheid offensichtlich sind. Man könnte Wattenscheid gegen Langendreer oder andere Stadtviertel austauschen und das Gutachten würde die Lage ebenfalls treffend beschreiben. Continue Reading

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Bochum – Eine Stadt auf Droge

Posted on 24 Januar 2015 by Dr. Volker Steude

Auch für 2015 hat die Stadt beschlossen, die Schulden sollen weiter steigen. Wie jedes Jahr seit über 40 Jahren gibt die Stadt mehr aus als sie einnimmt. Rot-Grün hat den Schuldenhaushalt auch diesmal gegen den Willen der Opposition im Rat durchgeboxt. Die fatale Entwicklung der Verschuldung der Stadt hatten die STADTGESTALTER gemeinsam mit FDP und UWG am Abend vor der Ratssitzung, in der die weitere Verschuldung beschlossen wurde, großflächig auf die Rathausfassade projiziert (Präsentation, die auf die Rathausfassade projiziert wurde).

Schuldenaktion

Das Problem, die bereits angehäuften Schulden zwingen die Stadt fast schon dazu immer neue Schulden zu machen. Ein wesentlicher Teil der Neuverschuldung wird aufgenommen, um die Zinsen für die bestehenden Schulddarlehen begleichen zu können (40 – 60 Mio. Euro). Durch die jahrzehntelange, hemmungslose Neuverschuldung ist die Stadt abhängig geworden von immer neuen Krediten.

Um dieser Abhängigkeit zu entkommen, müssen nicht nur jedes Jahr die Zinsen der bestehenden Kredite getilgt werden, sondern es müssten zusätzliche Mittel bereit gestellt werden, die bestehenden Schulden zu tilgen (etwa 90 Mio. pro Jahr, wenn man das in 20 Jahren schaffen will), und es müssten Ausgaben und Einahmen auch ohne Einbeziehung der Zinszahlungen in Einklang gebracht werden (20 – 60 Mio. Euro). Continue Reading

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Stadtbücherei – Schließung oder Neuausrichtung?

Posted on 17 Januar 2015 by Dr. Volker Steude

Die Büchereien kosten die Stadt eine Menge Geld, werden aber immer weniger genutzt. Die Zahlen der Ausleihen sinken, die Einnahmen und insbesondere die Zahl der Einwohner mit Benutzerausweisen (-13% von 2014 zu 2011) ebenso. Die Erhöhung der Nutzergebühren und Säumniszuschläge 2012 hat nicht zu den gewünschten 35% Mehreinnahmen geführt, sondern nur zu einer kurzfristigen Erhöhung der Einnahmen um 23% (2012). 2013 und 2014 gingen die Einnahmen aber jedoch wieder weiter bis fast auf das Niveau von 2011 zurück. Also wurden jetzt weitere Erhöhungen der Gebühren beschlossen.

2015-01-17 16.22.26Die Bewohner nehmen die Angebote der Büchereien immer weniger an. Auch sinkt die Einwohnerzahl generell. Das geänderte Nutzerverhalten der Einwohner, die immer weniger Bücher lesen und vielmehr digitale Medien konsumieren, macht der Bücherei zu schaffen. Einigen Stadtteilbüchereien droht die Schließung.

Gleichzeitig ist absehbar, dass die Hauptbücherei im BVZ über kurz oder lang dort ausziehen muss, da das Gebäude wegen der Schadstoffbelastungen grundsaniert, vermutlich sogar abgerissen werden muss. Diese Zäsur sollte Anlass sein, über eine Neuausrichtung der Stadtbücherei nachzudenken, die dem sich ändernden Nutzerverhalten Rechnung trägt. Continue Reading

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Die städtischen Personalausgaben haben ein besorgniserregendes Maß erreicht

Posted on 10 Januar 2015 by Dr. Volker Steude

Die Lage droht außer Kontrolle zu geraten. Die städtischen Ausgaben, insbesondere für den Sozialetat und das städtische Personal, wachsen unaufhörlich jedes Jahr und lassen sich auch nicht mehr durch immer noch weiter steigende Steuern und Gebühren decken, denn die liegen in Bochum und Wattenscheid schon weit über dem Bundesdurchschnitt.

Technisches_RathausDie beständig sinkende Einwohnerzahl verschärft die Lage bei den Sozial- und Personalausgaben zusätzlich. Weniger Einwohner müssen pro Kopf mehr Ausgaben tragen. Die Verwaltung stellt selbst fest, die Personalausgaben haben ein besorgniserregendes Maß erreicht (Vorlage 20142324).

Jetzt will die Stadtverwaltung die Personalausgaben auf 247,3 Mio. Euro deckeln. Und für 2015 erstmals 5,33 Stellen von 4.553 abbauen (- 0,0012%).

Ist das eine sinnvolle und ausreichende Maßnahme? Continue Reading

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Neue Ideen für Wattenscheid

Posted on 04 Januar 2015 by Dr. Volker Steude

Die Innenstadt von Wattenscheid hat eine Sanierung bitter nötig. Ab 2017 soll es eine städtebauliche Sanierung endlich geben. Jetzt sind Ideen gefragt, damit eine Entwicklung in Gang gesetzt wird, die die Innenstadt wieder zu einem attraktiven Anziehungspunkt für Wattenscheid und Umgebung macht. Dabei muss mit wenig Geld viel erreicht werden, denn die zu erwartenden 50-60 Mio. Euro werden für kaum mehr als für einige wenige Anstöße reichen. Zwei mögliche Ideen sollen nachfolgend vorgestellt werden:

Vom August-Bebel-Platz zum August-Bebel-Park

Heute ist der August-Bebel-Platz eine übersichtliche Asphaltwüste (August-Bebel-Platz, Geoportal Stadt Bochum). Menschen , die zum ersten Mal nach Wattenscheid kommen, sind von seiner städtebaulichen Gestaltung regelrecht entsetzt. Der „Platz“, der eigentlich mehr eher eine überdimensionierte, kaum überwindliche Verkehrskreuzung und Parkfläche ist, steht exemplarisch für Bausünden, die dem Ruhrgebiet den Ruf eingebracht haben, hässlich zu sein.

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Der „Platz“ hat keinerlei Aufenthaltsqualität. Niemand kommt wegen dieses Platzes in die Stadt. Fast jeder, der hier ankommt, will schnell wieder weg. Eigentlich sollte es bei städtischen Plätzen umgekehrt sein. Am Beginn einer Fußgängerzone wäre ein attraktiver Platz interessant, an dem die Menschen gerne verweilen, den sie gerne besuchen, bevor oder nachdem sie durch die Innenstadt geschlendert sind. Continue Reading

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