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Kostenbremse in Saus und Braus

Posted on 19 Februar 2015 by Dr. Volker Steude

Ups, mal so eben 63,5 Mio. € an der Börse mit Krediten in Fremdwährungen versenkt. Dafür hätte jeder Bochumer vier Flaschen Champagner trinken können. Dann wären wenigstens die Bochumer einmal besoffen gewesen, aber so dürfen die Bochumer wieder bezahlen – für nichts. Man hätte auch jedem Bochumer eine Flasche Champagner geben können und ca. 48,5 Mio. € sparen können. Das hätte den Effekt gehabt, dass dann jeder Bochumer weiß warum es hier so schlechte Straßen gibt und die Schwimmbäder und Schulen geschlossen werden. Die große Bochumer Champagner Sause würde so schnell keiner vergessen.

kreuzfahrtschiff

Das neue Gymnasium wird mal eben 4,4 Mio. € teurer. Wenn jeder Schüler statt dessen einen Laptop bekommen hätte, könnten die Schüler auch mal zu Hause lernen und Bochum hätte ca. 4 Mio. € gespart. Wofür werden nun jetzt die 4,4 Mio € ausgegeben? Für die viel zu kleinen Klassenzimmer oder für die nicht funktionierende Klimaanlage? Im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt? Das Lehrerkollegium hat durchgesetzt, dass wenigstens eine kleine Luke geöffnet werden kann, damit die Schüler und Lehrer Luft zum Atmen haben. Dieses Gesamtbild passt sehr gut zur Politik der Stadt. Die Basisaufgaben werden ignoriert um sich den Prestigeprojekten zu widmen. Eine große Aula, ein toller Eingangsbereich und Multimedia ist halt nicht alles.

Die städtischen Altenheime (Wieso betreibt die Stadt Bochum eigentlich Altenheime?) kosten in Pflegestufe III ca. 1000 € mehr pro Person pro Monat inklusive Zuschuss als die gleiche Leistung in einem privaten Altersheim. Dabei ist die Pflegequalität (wie sollte es anders sein) geringer. Das macht ca. 4700 €/Monat in einem städtischen Altenheim. Da wäre es billiger die alten Leute auf einem Kreuzfahrtschiff hin und her fahren zu lassen. Das kostet nur ca. 3000 €/Monat. Die Stadt Bochum würde also erheblich Kosten einsparen und den Alten würde es erheblich besser gehen. Die anschließende Seebestattung würde den Angehörigen oder der Stadt auch erhebliche Kosten einsparen, weil sterben in Bochum ja ziemlich teuer ist.

Andreas Sierigk

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