Archive | August, 2015

Verwaltung verschweigt Politik Millionen-Mehrkosten bei Von-Waldthausen-Brücke

Posted on 28 August 2015 by Dr. Volker Steude

Statt 650.000 Euro wie von der Verwaltung kalkuliert, kostet das Brückenprovisorium an der Von-Waldthausen-Straße jetzt mindestens 1.672.000 EUR. Die Kosten liegen über 1 Mio. Euro über den geplanten. Die Brücke wir unfassbare 2,5-Mal teurer.

Austausch der Von-Waldthausen-Brücke(Foto: www.Fliegender-Kameramann.de)

Austausch der Von-Waldthausen-Brücke (Foto: http://www.fliegender-kameramann.de/)

Das Projektmangement und Baukostencontrolling der Verwaltung versagen erneut.

Das ganze Projekt zeigt, auf welch unverantwortliche Weise die Bauverwaltung der Stadt Bochum mit dem Geld der Bürger umgeht und warum die Stadt pleite ist.

Die Geschichte von Anfang an:

1994 muss die Stadt die Bahnbrücken im Stadtgebiet von der Deutschen Bahn übernehmen. Das Problem, die Brücken sind fast alle marode. Jedoch verpflichtet das Eisenbahnkreuzungsgesetz die Bahn, die Brücken so zu übergeben, dass sie zum Stichtag am 01.01.1994 in einem ordnungsgemäßen Erhaltungszustand seien müssen. Continue Reading

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UPDATE Seilbahnidee – Langendreer – Opelgelände – Symposium

Posted on 23 August 2015 by Dr. Volker Steude

Nach Vorstellung der Idee eines Seilbahnnetzes, das Innenstadt, Universität, Ruhrpark, Langendreer sowie den Kemnader See verbindet (Plan 1), gab es viele Vorschläge die Stadtteilzentren von Langendreer besser an das Netz anzubinden.

seilbahn koblenz.jpg

Die bisherigen Planungen sahen eine Anbindung Langendreers über Kaltehardt bis zum Knappschafts-Krankenhaus vor. Dazu liegen jetzt zwei alternative Vorschläge vor: Eine führt zum S-Bahnhof Langendreer West, die zweite sieht eine Haltestelle am Zugang des Volksparks an der Alten Bahnhofstraße und am S-Bahnhof Langendreer vor (Plan 2).

Damit bindet insbesondere die zuletzt genannte Linie deutlich mehr Wohngebiete, die S-Bahn und die Stadtteilzentren von Langendreer besser an. Sie erschließt das Herz von Langendreer. Die Fahrtzeiten von Langendreer zu RUB, Hochschule, zum Opelgelände oder zum Kemnader See würden sich auf 9-15 Minuten bei einem Takt von 30-60 Sekunden verkürzen. Damit wird Langendreer zu einem attraktiven Wohnviertel, besonders für Studenten, aber auch für Mitarbeiter der Hochschulen und der Mitarbeiter der Unternehmen, die sich auf dem Opelgelände ansiedeln. Die Seilbahn kann damit wesentlich dazu beitragen der fortschreitenden Überalterung und der zunehmenden sozialen Schieflage in Langendreer entgegen zu wirken. Continue Reading

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Bochum soll … wieder erstklassig werden

Posted on 16 August 2015 by Dr. Volker Steude

Kann der Trainerwechsel den notwendigen Aufschwung bringen? Ab September soll eine neue Ära beginnen, da wählen die Fans einen neuen Cheftrainer für die Stadt.

erstklassig

Doch lange konnten sich Bochumer und Wattenscheider nur selten über Siege freuen. Beim Wettbewerb um die attraktivste Stadt war Bochum am Ende Schlusslicht von 34 Städten. Im Vergleich von 30 Großstädten des Hamburger Instituts HWWI, landete Bochum auf dem vorletzten Platz (WAZ vom 23.11.10).

In der Saison 2014 belegte die Stadt beim Job-Chancen-Städte-Ranking wiederum nur den letzten Platz. Der Abstieg in die Drittklassigkeit konnte nur knapp abgewendet werden. Im Wettbewerb der Wirtschaftswoche landete man ebenfalls abgeschlagen im unteren Teil des letzten Tabellendrittels. Eigentlich konnte man nur andere Städte des Ruhrgebietes hinter sich lassen. Beim Fahrradklimatest war die Stadt Drittletzter.

Der Trainerstab und Management redeten über Jahre die Lage schön. „Woanders ist auch Scheiße“ wurde zu ihrem Motto. Das Anspruchsniveau sank, besser zu sein als Herne, Duisburg oder Oberhausen, wurde schon als Erfolg gefeiert. Sich am fortwährenden Wirtschaftsaufschwung anderer Universitätsstädte zu orientieren wurde aufgegeben.

Jetzt tritt der alte Trainerstab ab. Baurat Kratzsch (SPD) musste bereits im letzten Jahr das Handtuch werfen. Sein Vertrag wurde nicht verlängert. Auch die Vertragsverlängerung der Dezernentin Collisi (SPD) ist fraglich. Der Vertrag von Cheftrainerin Scholz (SPD) endet im Oktober. Für eine Vertragverlängerung für eine weitere Saison fand sich im Verein keine Basis mehr. Dem Stadtmanagement wird anhaltende Erfolglosigkeit vorgeworfen.

Die Spielweise der Stadt steht unter massiver Kritik der Fans. Im Angriff fehlt es an Durchsetzungsfähigkeit und Ideen. Überteuerte Prestigeprojekte wie das Musikzentrum konnten über die spielerischen Unzulänglichkeiten der Akteure nicht hinwegtäuschen. In der Abwehr wurden zu viel Fouls zugelassen, die das Stadtimage schwer schädigten: Die rote Karte für die Stadtwerke, nach dem Atrium-Talk-Skandal, sorgte bundesweit für Aufregung. Zuletzt machten im ganzen Land absurd hohe Friedhofsgebühren, die Idee Flüchtlinge auf einem ehemaligen Friedhof unterzubringen und die Sperrung von 34 Turnhallen negative Schlagzeilen. Wieder wurde deutlich, wie schlecht die Stadt aufgestellt ist. In der Öffentlichkeit wird die Stadt nicht wegen eines modernen Spielsystems wahrgenommen, sondern wegen eklatanter spielerischer Unzulänglichkeiten.

Durch teuere Fehleinkäufe wie die Beteiligung an Investmentgesellschaften zum Kraftwerksbau oder der STEAG, verbrannte das Stadtmanagement der Stadt Millionen. Zuletzt geriet es durch Fehlspekulationen mit Schweizer Franken in die Kritik. Die gescheiterte Transferpolitik des Stadtmanagements hat die Stadt an den finanziellen Abgrund geführt. Ob die Stadt eine Lizenz für die neue Saison erhält, ist jedes Jahr aufs Neue fraglich. Beständig droht der Nothaushalt. Der Stadt fällt es immer schwerer, die Auflagen der Bezirksregierung zu erfüllen.

Das Spielsystem der Stadt hat sich überholt. Auf gute Spieler zu warten, statt sich aktiv auf dem Spielermarkt um sie zu bemühen, gilt schon seit Jahren als unzeitgemäß. Gute Unternehmen ließen sich an anderen Standorten nieder, weil Bochum sich lange Jahre nicht tatkräftig bemüht hat, diese an die Stadt zu binden.

Am 13.09.2015 wählen die Fans den neuen Cheftrainer. Sein Anspruch muss sein, Bochum wieder in die 1. Liga der Großstädte zu führen. „Wieder erstklassig werden“, heißt das Ziel. Zukünftig muss ein ehrgeiziger Trainer das Team leiten, der in seinem Leben bewiesen hat, dass er aus dem Nichts viel erreichen kann, der sich Ziele setzt, die er konsequent verfolgt, weil er die erforderliche Hartnäckigkeit und das Durchsetzungsfähigkeit besitzt, der in der Lage ist, zwischen Spielern und Management zu vermitteln und der es schafft eine moderne Spieltaktik zu entwickeln, die Fans und Spieler gleichermaßen begeistern und überzeugen kann.

Bochum wird für viele Fans als Heimat nur eine Zukunft haben, wenn die Stadt wieder erstklassig wird.

Omid Pouryousefi tritt als unabhängiger Kandidat bei der Wahl des Oberbürgermeisters an. Auf seinem Plakat verwendet er den Slogan „wieder erstklassig werden“.

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Die Ursachen der Turnhallenmisere

Posted on 13 August 2015 by Dr. Volker Steude

Hallenbäder können von den Schulen nicht benutzt werden, Turnhallen und Sportplätze sind gesperrt. Für Schüler, Eltern und Sportvereine sind diese Zustände unerträglich. Sie wollen den zahlreichen und regelmäßigen Ausfall von Sportunterricht aufgrund der maroden Schulen und Sportstätten in Bochum und Wattenscheid nicht länger hinnehmen.

turnhalle

SPD und Grüne haben Jahrzehnte nicht ansatzweise die erforderlichen Summen in die Haushalte eingestellt, die für eine ordnungsgemäße Instandhaltung der Schulen und Sportstätten erforderlich gewesen wäre. Die Folgen dieser Politik werden immer schlimmer. Nun mussten 34 Turnhallen gesperrt werden. Weil die Unterdecken nach 40 Jahren mittlerweile marode geworden sind, drohen sie herunter zu fallen. In der Gräfin-Imma-Schule ist genau das bereits geschehen.

Eigentlich ist die Lebensdauer der in den 70er Jahren angebrachten Decken lange überschritten. Fachleute beziffern diese mit 20-30 Jahren. Sogenannte Sauerkrautplatten wurden damals mit Nägeln und Klammern an die Unterkonstruktion genagelt bzw. „geschossen“. Jetzt sind die Platten spröde, Nägel und Klammern rosten. Heute würde man die Deckenplatten anschrauben, doch vor 40 Jahren war das nicht üblich, Akkuschrauber waren dazu noch unbekannt. Continue Reading

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